Pressestimmen
Ingolf Reinsch über die Kulturtage (Sächsische Zeitung am 06.07.2006)
„VISIONEN
Visionen. Wenn sie junge Leute nicht haben – wer dann? Das
Schöne an den Jugendkulturtagen in Bischofswerda ist, dass
junge Leute nicht nur Visionen haben, sondern sie auch leben. Wo
Bischofswerda auf dem Weg, eine Stadt der Jugendkultur zu werden,
steht, wird jeder nach seinen Erfahrungen anders sehen. Fakt aber ist:
Jugendkultur bringt sich zunehmend ins Gespräch und bereichert
das kulturelle Leben in der Stadt. Vor allem der Ansatz verdient
Respekt: Junge Leute sagen nicht, dass für sie nichts los. Im
Gegenteil, sie machen selber was los und laden andere ein, daran
teilzuhaben. Ein Angebot, das auch Ältere nutzen
können – und sollten.“
Gabriele Naß zu: Interessen Jugendlicher (Sächsische Zeitung am 20.05.2006)
„GUTER GEIST
Was auch kommerzielle Veranstalter vielleicht ahnten, aber nicht genau
einzuschätzen wussten, wissen Mitglieder der Jugendinitiative
„Jugendkultur für Bischofswerda“ jetzt auf
Grund einer Befragung von rund 500 Bischofswerdaer Schülern
ziemlich gut: Die jungen Leute hier sind interessiert an Kultur, aber
nicht zufrieden mit dem, was angeboten wird; Es trifft nur selten ihren
Nerv. Dass Jugendliche von sich aus eine solch aufwendige,
tiefgründige Befragung auf die Reihe bekommen haben,
gefällt mir. Auch, dass sie auf Grundlage der Antworten selbst
an mehr jugendgemäßen Angeboten arbeiten wollen und
sie die Daten jedem zur Verfügung stellen, der mehr
für Jugendkultur tun möchte. Bischofswerda, der
Kleinstadt, von der aus sich Jugendliche in ihrer Freizeit zumeist nach
Dresden, Bautzen oder anderen größeren Orten
orientieren, kann das nur gut tun. Stadtverwaltung, Stadträte,
Eltern, Lehrer oder Vereine – alle sind angesprochen, sich
mit den Umfrageergebnissen vertraut zu machen, um auf offene Fragen
Antworten zu finden. Eine dieser Fragen ist: Gibt es einen Zusammenhang
zwischen den Schmierereien an Hauswänden in Bischofswerda
Süd und der besonderen Vorliebe von Schülern in
diesem Wohngebiet an Graffiti? Wenn ja, wer lenkt dieses Interesse in
die richtigen Kanäle?
Marleen Venus über Kultur
(17.02.2006)
„FÖRDERUNG?
Es ist erschreckend, dass heutzutage immer mehr Gelder für
kulturelle und soziale Zwecke gekürzt werden. Dabei gibt es so
viele talentierte Menschen, die somit nicht die Chance bekommen, ihre
Kreativität auszuleben. Unter anderem hilft doch die Kunst dem
Menschen, sich auf eine andere Art und Weise auszudrücken. Oft
werden in Therapien Heilungsmethoden aus dem künstlerischen
Bereich angewandt. Es stellt sich die Frage, ob Kunst und Kultur heute
keinen so großen Wert mehr haben. Im Grunde ist Kultur
Unterhaltung, die den Menschen anregen und auch zum Nachdenken bringen
soll. Da ist es gut, wenn sich trotz leerer öffentlicher
Kassen Jugendliche für Projekte engagieren wie den derzeit in
Bischofswerda stattfindenden Literatur- und Theaterworkshop. Die
Jugendlichen brauchen mehr Möglichkeiten, um sich entfalten zu
können. Anika Jankowski sagte jetzt auf einem Forum, der
Mensch sei wie ein Vogel im Käfig und bewege sich darin in
einem bestimmten Rahmen. Das heißt, dass die Jugend Freiraum
braucht, aber trotzdem nicht ganz ohne Hilfe auskommt. Was
wären wir auch für eine Gesellschaft ohne Kultur? Wo
Kultur doch alles ist, "was den Menschen zum Menschen gemacht hat", wie
Professor Cornelius Weiß auf diesem Forum sagte.“
Ingolf Reinsch über Jugendpolitik (04.07.2005)
„MITMACHEN
Können junge Leute in Bischofswerda was verändern?
Sie können, wie die am Sonnabend zu Ende gegangenen zweiten
Kulturtage gezeigt haben. Deren Organisatoren haben ohne
große Worte, dafür mit umso überzeugenderen
Takten klar gemacht, dass junge Leute in der Stadt ernst genommen und
anerkannt werden, sobald sie selbst
aktiv werden.
Der frische Wind der Kulturtage ist auch der Diskussion mit der
Wählervereinigung "Junges Blut" am Mittwoch zu
wünschen. Auch Bischofswerdas jüngste
Stadträte stellen die Frage, ob junge Leute in der Stadt etwas
verändern können. Um das zu tun, muss man wissen, was
junge Leute wollen, wo sie Politiker und Stadträte in der
Pflicht sehen, aber auch wo sie selbst mit Hand anlegen
möchten. Darüber muss man reden. Zum Beispiel am
Mittwoch. Wer Ideen oder einfach nur Wünsche hat, sollte sich
den Termin vormerken.“
Natalie Kessner zur Jugendkultur (01.07.2005)
„ÜBERZEUGT! Die Idee, Jugendkultur nach Bischofswerda zu holen, finde Dich toll. Aber ehrlich gesagt, bezüglich der Umsetzung hatte ich so meine Zweifel, denn an so einem Projekt hängt eine Menge Organisation dran, die Kraft und vor allem Talent erfordert. Der Vorgeschmack, den die Jugendinitiative zusammen mit der Musikschule vergangene Woche in der Volksbank und der Carl-Lohse-Galerie gab, weckte in mir schon Vorfreude auf das, was da kommen sollte und ließ meine Zweifel fast verschwinden. Jetzt, da die zweiten Bischofswerdaer Kulturtage beinah zu Ende sind, kann ich nur sagen, dass ich vollends von dieser Aktion überzeugt bin. Dass so viele junge Leute gemeinsam mit städtischen Institutionen an einem Strang ziehen, ist toll, das Ergebnis ist noch besser! Vor allem das Gospelkonzert übertraf alle meine Erwartungen. Denn nicht nur die Qualität stimmte, mir gefiel besonders, mit wie viel Freude und Elan alle Beteiligten bei der Sache waren. Und das, denke ich, ist das Wichtigste daran. Das Gelingen ist vor allem der Jugendinitiative "Jugendkultur für Bischofswerda" zuzuschreiben, denn trotz Abistress, den einige Mitglieder zu bewältigen hatten, nahmen sie sich Zeit, etwas in Bischofswerda zu bewegen. Die Besucherzahlen zeigen, dass sich der Aufwand gelohnt hat. Ich freue mich bereits auf die dritte Auflage der Schiebocker Kulturtage und hoffe, dass sie genauso gut wird wie diese."